Assoziationen zur Schweiz

Wette auf den Gipfelstürmer

Von Karl-Heinz Möller · 2015

Es ist ordentlich was los im Nachbarland Schweiz. Nicht, dass es drunter und drüber ginge. Aber Experimente wie das Floaten der Währung, eine stärkere Regulierung der Zuwanderung und ein Neustart im Finanzbereich machen ein „Best of Switzerland“ besonders spannend.

Wäre der Schweizer Franken ein Bergsteiger, befände sich sein Camp kurz unterhalb des Matterhorngipfels. Allerdings hat er sein Team, die reale Wirtschaft, an der Basis zurück gelassen und ist alleine los. Europa und der Rest der Welt schauen gebannt nach oben, ob er es denn solo schaffen wird. Der Aufstieg aus den Geröllfeldern Eurokrise, Schulden­sumpf und Geldschwemme ist gelungen, aber der Gipfel ragt noch weit entfernt in den blauen Schweizer Himmel. Es dürfen Wetten abgeschlossen werden.

Gleichwohl ist der Schweizer Franken nur ein Stück Papier. Und der Berg ist ein Berg. Eine reale Kapazität. Sein Rufen wird auch die nächsten Generationen verführen. Und diese und andere Krisen erhaben abschütteln. Die Franken-Hausse dominiert die Diskussion und macht der Schweizer Wirtschaft ordentlich zu schaffen. Der Einkaufsmanagerindex ist im Januar nach Bekanntwerden der Kursfreigabe drastisch eingebrochen. Dessen aktueller Wert deutet auf eine schrumpfende Produktion hin. Für das verarbeitende Gewerbe sank er im Januar um 5,4 Punkte auf 48,2 Punkte ein. Ein Wert über 50 Punkten deutet auf Wachstum hin. Derartiger Einbrüche innerhalb eines Monats sind selten - es war das größte Minus seit der Finanzkrise.

Quelle: htp St. Gallen, 2007
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