Hochtechnologie

Fein und bedeutend

Von Paul Trebol · 2015

Der Hightech-Sektor ist in der Schweizer Wirtschaft der Motor für Wachstum und Fortschritt. Die jährliche Wachstumsrate der Schweizer Wirtschaft lag seit der Jahrtausendwende bei 2,7 Prozent pro Jahr. Ohne den Beitrag der Hightech-Unternehmen hätte das jährliche Wirtschaftswachstum nur 0,1 Prozent betragen. Gleichzeitig wirkt die Schweizer Hightech-Industrie als Jobmaschine.

Es sind nicht nur die beindruckenden Zahlen, die bei näherem Hinschauen auf die Schweizer Wirtschaft verwundern. Vor allem die Dynamik in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Elektronik und Kommunikation, Pharmazeutische Erzeugnisse, Wissenschaftliche Instrumente, Elektrische und Mechanische Maschinen und Militärische Geräte überrascht. Diese unter dem Begriff Hochtechnologieprodukte geführten Güter trieben das Wachstum der Exporte an, haben entscheidend zum positiven Handelsbilanzsaldo in den vergangenen Jahren beigetragen. Mit 48 Milliarden Franken generierte der Hochtechnologiesektor ein Viertel der Gesamtexporte und mehr als 80 Prozent des Schweizer Handelsüberschusses. Im internationalen Vergleich positioniert sich die Schweiz laut Weltbank an elfter Stelle der Lieferanten von Hochtechnologieprodukten.

Hightech treibt alles andere an

Auch im digitalen Zeitalter ist die Alpenrepublik längst gut angekommen. Im Digital Evolution Index (dei) 2015 platziert sich die Schweiz im Gesamtklassement auf Platz fünf und erhält die Auszeichnung „Stand Out“. Der im Jahr 2015 zum ersten Mal erschienene dei misst 50 Länder anhand ihrer Bereitschaft für Digitalisierung wie auch ihre Entwicklung in Bezug auf Angebot, Nachfrage, Institutionen und Innovationen. Seit 2008 werden die Länder untersucht und bewertet. Stand Out bedeutet, dass diese Nationen von Beginn an auf hohem Niveau die Entwicklung digitaler Transaktionen unaufhörlich vorantreiben.

Cluster-Politik als Katalysator

Eine typische Konstellation und ein Motor für Innovation sind Cluster. Wesentliche Vorteile sind die räumliche Nähe und die Nutzung gemeinsamer Technologien wie Labore und Rechenzentren. Die Cluster bewähren sich auch als Magnet für zuziehende ausländische Unternehmen. Cluster entstehen in der Regel durch eine regionale Ballung von Unternehmen, Organisationen und Hochschulen (Universitäten, eth und Fachhochschulen) mit ähnlichen Merkmalen (Branche, Werkstoff) oder mit sich ergänzenden Ressourcen. Cluster sind wirtschaftliche Netzwerke, die auf Wettbewerbsvorteile abzielen. Neben dem Branchen-Cluster und den grenzüberschreitenden Clustern gilt für den Hochtechnologiebereich der „virtuelle Cluster“ als Zukunftsmodell. Dabei werden engmaschige digitale Netzwerke geknüpft. Der Bund und seine Departemente fördern nach Möglichkeiten die Clusterbildung. Ergänzend bestehen verschiedene Cluster-Initiativen der Kantone, auch wenn gewisse Branchengruppieren historisch bedingt schon lange bestehen. Der konzentrierteste Cluster ist der Banken-Cluster am Paradeplatz in Zürich.

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